Klein-Winternheim | 31.07.2018 – Lokführer nach Kinderstreich im Krankenhaus

Auf der Bahnstrecke zwischen Klein-Winternheim und Nieder-Olm musste der Lokführer
eines Vlexx Zuges heute eine Notbremsung machen, da er vermeintlich ein Kind erfaßt hatte.
Spielende Kinder an der Böschung der Gleise, ein Schlag gegen den Zug, rote Flüssigkeit auf der Frontscheibe, alles deutete für den Lokführer darauf hin, dass der Zug eine Person erfasst hatte. Sofort leitete er eine Notbremsung ein und startete die Alarmierungskette.
Der Notfallmanager der Vlexx, Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr rückten sofort mit dem Einsatzstichwort „Person unter Zug“ aus.
An der vermeintlichen Einsatzstelle konnte jedoch keine Person im Bereich des Zuges gefunden werden. Auch die üblichen Spuren eines Personenschadens wurden nicht gefunden.

Nach der Untersuchung der roten Flüssigkeit auf der Scheibe konnte auch Blut ausgeschlossen werden, vielmehr handelte es sich um roten Saft.
Im Gleisbett wurde dann auch der Verschluss einer Saftflasche mit frischen Saftspuren gefunden. Möglicherweise war die Ursache für die Notbremsung eine dummer Kinderstreich, der nun schwerwiegende Folgen hat.

Die Polizei bittet um Hinweise, wer die Kinder zum Alarmierungszeitpunkt gegen 16:20 Uhr an den Gleisen zwischen Klein-Winternheim und Nieder-Olm gesehen hat oder dazu sachdienliche Hinweise geben kann.
Der Lokführer (korrekte Bezeichnung ist Triebfahrzeugführer) wurde vorsichtshalber im Krankenhaus untersucht, ein Fahrgast hat sich durch die Notbremsung leichte Verletzungen zugezogen.
Während der Zug in der Hitze stand, hat das DRK Wasser an die Fahrgäste verteilt.

Im Einsatz waren der Rettungsdienst, das DRK aus Nieder-Olm, die Polizei, die Feuerwehren aus Ober-Olm, Klein-Winternheim und Nieder-Olm. Die Berufsfeuerwehr Mainz war ebenfalls an der Einsatzstelle.

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