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Reportage am 04.10.2020 | Mit der Wasserschutzpolizei Mainz auf Streife – Teil 1

Die Wasserschutzpolizei (WSP) Mainz ist eine von 7 Polizeistationen der WSP in Rheinland-Pfalz. Die Beamtinnen und Beamten betreuen ihr Dienstgebiet 24 Stunden an 7 Tagen, also rund um die Uhr.

Wir durften einen Tag mit auf Streife, in unserer dreiteiligen Reihe fassen wir unsere Eindrücke zusammen.

Teil 1

Im Wesentlichen sind die Aufgaben der WSP die Gleichen, wie die der Polizeibeamten zu Land.
Zu den Aufgaben gehören neben der Allgemeinen Gefahrenabwehr, die Erforschung und abschließende Bearbeitung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten auf den schiffbaren Wasserstraßen einschließlich Nebenarme, Ufer, Anlagen und Häfen. Weiterhin fällt die Untersuchung von Unfällen im Zusammenhang mit dem Schiffsverkehr/-betrieb einschließlich tödlicher Personenunfälle und die Fahndung auf Schiffen und Wasserstraßen unter den Zuständigkeitsbereich der WSP.
Als Polizei des Landes übernimmt die WSP auch die schiffahrtspolizeilichen Vollzugsaufgaben auf den Wasserstraßen des Bundes, bspw. die Verkehrsüberwachung, -kontrolle und -regelung oder die Überwachung von Veranstaltungen auf dem Wasser und Schifffahrtssperren.

Unser Tag begann direkt mit einer Einsatzfahrt zu den Bootsliegeplätzen im Budenheimer Altrhein. Dort war, durch ein Defekt im Kühlsystem, von außen Rheinwasser in den Rumpf eines Schiffes eingedrungen, wodurch das Schiff zu sinken drohte. Die WSP ist bei solchen Einsätzen nicht, wie bspw. die Feuerwehr, als direkte Hilfsorganisation tätig. In diesem Fall begrenzte sich der Einsatz auf die Aufnahme der Personalien des Bootshalters und die Prüfung auf eine Gewässerverunreinigung, die in diesem Fall nicht vorlag. Der Bootshalter konnte mit Hilfe einer Tauchpumpe das Wasser abpumpen und den Schaden am Kühlschlauch reparieren, so dass keine weitere Gefahr bestand.
Im Notfall kann mittels der an Bord des WSP Bootes vorhandenen Rettungs- und Einsatzmittel Hilfe geleistet werden. In diesem Falle wären es Pumpen gewesen, um den Eigentümer beim Auspumpen des Bootes zu unterstützen, was hier nicht nötig war.
Aufgrund der Bedingungen, die auf dem Rhein für die Schifffahrt herrscht, kann die WSP nicht als “schnelle Einsatzeinheit” agieren. Der Weg aus dem Industriehafen, in dem die Boote stationiert sind, bis in den Budenheimer Altrhein benötigt mit dem Polizeiboot schon eine gewisse Zeit. . Wenn das Polizeiboot auf Streife ist, dann geht das sicherlich viel schneller, dann aus dem Industriehafen, darf keine Fahrt über 5 km/h gemacht werden. Begründet ist dies, durch den bei schnellerer Fahrt entstehenden Wellenschlag, der auf die im Hafen anliegenden Boote und Stege eine beschädigende Auswirkung verursachen könnte . Jeder Bootsführer kennt diese Vorschrift und die Auswirkungen.
Natürlich drängt sich nun die Frage nach dem Vorgehen im Notfall, bei dem die WSP eingreifen müsste, auf. Die Antwort ist eine Frage der Abwägung. Das heißt, der Polizeibootführer muss entscheiden, ob ein möglicher Schaden an zivilen Gegenständen in Kauf genommen wird um eine Notsituation abzuwenden. In der Regel wird das für die WSP nicht in Frage kommen, da auf dem Wasserweg der Schnelleingriff meist nicht möglich ist.

Der Dienstbereich der WSP Mainz reicht von Ingelheim bis zum Eicher See über 55 km. Ein Abfahren der gesamten Strecke kann ca. 3 Stunden dauern. Aufgrund der guten Zusammenarbeit der Wasserschutzpolizeistationen aus Hessen und der angrenzenden Dienstbereichen, ist es häufig aber nicht erforderlich, die großen Strecken aus Mainz zu fahren, bzw. für akute Fälle schnell vor Ort sein zu müssen. Die Praxis zeigt, dass die nächstgelegenen Einsatzmittel dann zu dem Einsatz hinzugezogen werden.
In Mainz gibt es häufig Wasserrettungseinsätzen, beispielsweise wegen einer Person im Rhein, bei denen die Polizei mit den anderen Behörden und Organisation aus Mainz, Groß-Gerau, Wiesbaden und den Landkreisen zusammenarbeitet. Dazu gehören im Wesentlichen die Polizei, Feuerwehr, DLRG und Johanniter.
Die Aufgabe der WSP beschränkt sich hierbei auf eine mögliche Sperrung der Wasserstraßen und Unterstützung bei der Suche. Eine Herausforderung ist es hierbei die unterschiedlichen Führungskonzeptionen und Funkkanäle zu koordinieren.

Um eine reibungslosere länder- und organisationsübergreifende Zusammenarbeit bemüht sich daher Polizeihauptkommissar und Wallufer Feuerwehrmann Dominik Dorn. Mit seinen Fachvorträgen bspw. bei den Bootsführern der Feuerwehr und anderen Organisationen, vermittelt er Wissen zu Gefahrenpotenziale in der Rheinschifffahrt oder den Aufbau von Berufsschiffen. Auch gibt es Informationen im Bereich von Aufbau und Qualifizierung des Personals in der Berufsschifffahrt (bspw. gibt es auch ausgebildete Atemschutzträger auf einigen Schiffen).
Das Angebot kann jede interessierte Organisation in Anspruch nehmen und sich somit für Einsätze auf und um die Wasserstraßen fortbilden lassen.

Gerade bei Wasserrettungseinsätzen mit Personensuche wird häufig eine Sperrung der Wasserstraße von der Einsatzleitung der Feuerwehr gewünscht. Das ist für die WSP im Bereich der Berufsschifffahrt nicht so ganz einfach. Für die großen Frachtschiffe ist es nicht ungefährlich, auf dem Rhein zu stoppen und in der Strömung stehen zu bleiben. Weiterhin ist eine Häufung von Frachtschiffen mit gefährlicher Ladung auf einem Rheinabschnitt nicht ungefährlich. Hinzu kommt, dass die Schiffe nicht alle auf einmal wieder starten können, da Schleusen und Engpässe auf dem weiteren Weg passiert werden müssen.
Nach Aussage von Jürgen Becker, Polizeihauptkommissar der WSP, sind die Schiffsführer Experten in ihrem Gebiet und können bei solchen Einsätzen auch die Suche unterstützen indem sie einen Ausguck besetzen und per Funk (es gibt einen festen UKW Funk Kanal auf dem alle Schiffe miteinander kommunizieren) mit der WSP in Kontakt stehen.
Daher ist immer eine enge Abstimmung zwischen der WSP und der Einsatzleitung der Feuerwehr erforderlich.

 

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